AktuellesFSD (Supervised): Zulassung in Europa
Sieben Staaten übernehmen die niederländische FSD-Genehmigung – Deutschland nicht
Ende September 2026 haben sieben EU-Staaten die vorläufige niederländische Genehmigung für FSD (Supervised) übernommen. Zusammen stehen sie laut electrive.net für rund zwölf Prozent der EU-Bevölkerung. Deutschland ist nicht dabei: FSD (Supervised) ist hier nicht zugelassen, und das Ministerium wartet auf eine EU-Entscheidung, die frühestens im Dezember fallen kann.
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Wer übernommen hat – und wer nicht
Die Liste der sieben nennt electrive.net am 28. September (electrive.net, 28. September 2026), die Daten stammen aus electrives Übersicht vom 22. September (electrive.net, 22. September 2026). Wo andere Quellen abweichen, steht es in der Tabelle.
| Staat | Status | Datum |
|---|---|---|
| Niederlande | Ausgangsgenehmigung der RDW | 10. April 2026 |
| Litauen | übernommen | 20. Mai 2026 |
| Estland | übernommen | 29. Mai 2026 |
| Dänemark | übernommen, ausdrücklich vorläufig | 9. Juni 2026 |
| Belgien | übernommen, mit Pflicht-Tutorial | 10. Juni 2026 |
| Slowenien | übernommen | 7. September 2026 (heise online: 8. September) |
| Tschechien | übernommen | 21. September 2026 |
| Deutschland | nicht übernommen – FSD (Supervised) nicht zugelassen | – |
| Frankreich, Italien, Spanien | nicht übernommen | – |
Zwei Tage nach dieser Bestandsaufnahme meldete EVWire Kroatien als achtes Land.
Wo Deutschland steht
- Prüfen ja, entscheiden später. Das Kraftfahrt-Bundesamt prüft Teslas FSD-Fähigkeiten technisch. Das Bundesverkehrsministerium will aber die Abstimmung über eine EU-weite Genehmigung abwarten (heise online, 28. September 2026).
- Nur Testfahrten. In Deutschland sind laut Elektroauto-News bislang einzig Testfahrten mit Tesla-Mitarbeitenden auf dem Fahrersitz möglich (Elektroauto-News, 30. September 2026).
- Die Einwände. Europäische Behörden kritisieren laut electrive unter anderem die Einhaltung von Tempolimits und die Überwachung der Fahreraufmerksamkeit, aus dem Norden kommen Bedenken zum Winter, aus Frankreich zum Stadtverkehr.
Warum es auf die großen Länder ankommt
Sieben Länder klingen nach viel. Gemessen an der Bevölkerung sind es rund zwölf Prozent der EU. Für eine Entscheidung, die in der ganzen EU gilt, zählt aber genau dieses Gewicht – „damit bleiben vor allem die großen Automärkte entscheidend“, schreibt electrive. Wie die Mehrheit genau berechnet wird, steht in der Meldung zur TCMV-Sitzung im Oktober.
Was auch bei einer Freigabe gelten würde
Tesla selbst ordnet FSD (Supervised) als System der SAE-Stufe 2 ein. Der Mensch am Steuer bleibt verantwortlich und muss das System jederzeit überwachen. electrive grenzt es ausdrücklich vom UNECE-Rechtsrahmen für automatisierte Fahrsysteme ab, der im Sommer verabschiedet wurde und sich an Systeme ohne dauerhafte Fahrerüberwachung richtet.
Was du jetzt tun kannst
- Geh nicht davon aus, dass FSD (Supervised) in Deutschland funktioniert – auch nicht „bald“.
- Was Tesla für dein Auto in Deutschland tatsächlich anbietet, siehst du im Konfigurator, in der Tesla-App und im Tesla-Shop. Die Paketwahl beim Bestellen erklärt der Beitrag Autopilot-Pakete bei der Bestellung.
- Der Empfehlungsvorteil hängt nicht daran: 1.000 km kostenloses Supercharging für Model Y und Model 3 (Stand: ), mehr auf der Käufer-Route.
Quellen
- electrive.net: „EU-Abstimmung über Tesla FSD frühestens im Dezember“, 28. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)
- electrive.net: Tschechien erlaubt FSD (Supervised), 22. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)
- heise online: „Tesla FSD: EU-weite Zulassung im Oktober wird immer unwahrscheinlicher“, 28. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)
- Elektroauto-News: „Teslas FSD: EU-Abstimmung am 6. Oktober fällt offenbar aus“, 30. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)