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Megacharger für den Tesla Semi: 21 Lkw-Standorte in Europa, viele davon in Deutschland
Tesla will sein Megawatt-Ladenetz für den Elektro-Lkw Semi in Europa mit 21 öffentlichen Standorten und mehr als 100 Ladepunkten starten — ab 2027, die meisten Standorte in Deutschland und Frankreich. Für Pkw-Fahrer ändert das nichts: Die Megacharger sind ein eigenes Netz für Lkw.
Der Empfehlungslink
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Was Tesla plant
Nach dem Bericht von electrive.net (16. September 2026) sieht Teslas erste Europa-Planung so aus:
- 21 öffentliche Standorte mit zusammen mehr als 100 Ladepunkten nach dem Lkw-Standard MCS, im Schnitt also rund fünf pro Standort.
- Länder: Deutschland, Frankreich, die Benelux-Staaten, Großbritannien und Schweden. Großbritannien bekommt laut electrive.net zwei, Schweden drei Standorte; die meisten übrigen entfallen auf Deutschland und Frankreich.
- Leistung: bis zu 1,2 MW je Megacharger.
- Zeitplan: Start ab 2027, Auslieferung der Ladetechnik ab Mitte 2027.
ElektroQuatsch (18. September 2026) ergänzt einen Punkt für den deutschsprachigen Raum: Für die DACH-Region sei „zunächst nur Deutschland eingeplant“; Österreich und die Schweiz tauchten in Teslas erster Europa-Karte noch nicht auf.
Die Hardware-Preise — und eine scheinbare Abweichung
Neben den öffentlichen Standorten verkauft Tesla Ladetechnik an Firmen für deren eigene Depots. Beide Quellen nennen für das Megacharger-Paket 163.000 Euro (laut electrive.net zwei Satelliten-Ladepunkte plus Leistungsschrank). Beim kleineren Basecharger mit 120 kW gehen die Angaben auf den ersten Blick auseinander:
| Quelle | Angabe | Was genau gemeint ist |
|---|---|---|
| electrive.net, 16. September 2026 | 17.000 Euro | Preis je Basecharger |
| ElektroQuatsch, 18. September 2026 | mindestens 34.000 Euro | 17.000 Euro je Einheit, laut ElektroQuatsch mit Mindestabnahme von zwei Einheiten |
Beide Berichte stimmen beim Stückpreis überein. Die 34.000 Euro ergeben sich bei ElektroQuatsch aus einer Mindestbestellmenge, die electrive.net nicht erwähnt. Welche Variante Tesla Firmenkunden tatsächlich anbietet, können wir nicht prüfen; maßgeblich wäre Teslas Angebot an den jeweiligen Betrieb.
Warum dein Auto davon nichts merkt
Megacharger und Supercharger sind zwei getrennte Netze. Die Megacharger nutzen laut electrive.net den Stecker MCS 3.2, den ein Pkw nicht hat. Du kannst dort also weder laden noch Supercharger-Gutschriften einlösen. Umgekehrt ändern die Lkw-Pläne nichts an Teslas Pkw-Superchargern, an ihren Tarifen oder an den Freikilometern aus dem Empfehlungsprogramm — für neue Model Y und Model 3 sind das Stand: 1.000 km kostenloses Supercharging, einzulösen an Pkw-Superchargern.
Wen es tatsächlich betrifft
Die Meldung richtet sich an Speditionen und Logistikfirmen, die über einen Elektro-Lkw nachdenken. Für sie ist entscheidend, dass Deutschland laut beiden Berichten zu den Schwerpunkten gehört. Wer selbst keinen Lkw-Fuhrpark plant, muss nichts tun.
Was noch offen ist
Konkrete Adressen der 21 Standorte nennen die Berichte nicht. Auch ein genaues Startdatum steht nicht fest — „ab 2027“ ist eine Planung, kein Termin. Über Ladepreise für Lkw an den öffentlichen Megachargern sagen beide Quellen nichts.
Quellen
- electrive.net: „Megawatt-Ladenetz: Tesla will in Europa mit 21 Standorten loslegen“, 16. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)
- ElektroQuatsch: Tesla Semi – über 100 Megacharger für Europa, 18. September 2026 (abgerufen 6. Oktober 2026)
- Teslas Empfehlungsseite (DE), Archivkopie vom 1. Oktober 2026