Käufer-Route
Probefahrt bei Tesla: buchen, vorbereiten, gezielt testen
Eine Probefahrt vergeht schnell, und der große Bildschirm zieht jede Aufmerksamkeit auf sich. Wer ohne Plan einsteigt, kommt beeindruckt zurück — und hat den Kindersitz nie eingebaut. Die Checkliste unten teilt den Termin in vier Phasen, damit du am Ende eine Entscheidung treffen kannst statt nur eines Eindrucks.
Der Empfehlungslink
john580308
Bei Tesla öffnen (neuer Tab)
Link: tesla.com/de_de/referral/john580308
Empfehlungslink: Tesla wendet den Vorteil beim Bestellen an, wir erhalten ggf. Tesla-Credits. Nicht mit Tesla verbunden.
Buchen: online oder im Store
Einen Termin vereinbarst du über Teslas Website oder direkt in einem Tesla Store. Drei Dinge klärst du schon beim Buchen:
- Welches Modell, welche Variante? Der Vorführwagen kann anders ausgestattet sein als das Auto, das du im Kopf hast — andere Räder, anderer Antrieb, andere Assistenz. Frag nach, was genau dasteht.
- Wie lange und welche Strecke? Dauer und Ablauf regelt der Standort. Sag offen, dass du Autobahn und eine schlechte Straße fahren willst.
- Darfst du Mitfahrer und Gepäck mitbringen? Für die Familie und den Kindersitz brauchst du Platz im Termin.
Den Führerschein hast du ohnehin dabei; rechne damit, dass er vorher geprüft wird.
Phase 1 — vorher: deine Fragenliste
- Die drei Situationen notieren, für die du das Auto wirklich brauchst (Arbeitsweg, Urlaub, Wocheneinkauf).
- Garage, Stellplatz und Einfahrt ausmessen — Zahlen aufs Handy.
- Kindersitz, Kinderwagen oder die sperrigste Tasche einpacken.
- Die Person mitnehmen, die am häufigsten mitfährt.
- Offene Fragen aufschreiben: Lieferzeit, Wallbox, Winterreifen, Finanzierung.
- Falls du zwischen zwei Modellen schwankst: beide Termine auf einen Tag legen. Welche Fragen dabei zählen, steht unter Model Y oder Model 3.
Phase 2 — im Stand: bevor der Motor surrt
Nimm dir zehn Minuten, bevor ihr losfahrt. Im Stand fällt mehr auf als während der Fahrt.
- Fahrersitz, Lenkrad und Spiegel selbst einstellen — vieles davon geht über den Bildschirm. Lass dir zeigen, wie.
- Hinten einsteigen, hinter deiner eigenen Sitzeinstellung. Kopf, Knie, Füße?
- Den Kindersitz einbauen: ISOFIX-Punkte finden, Gurt führen, Sicht des Kindes nach draußen.
- Kofferraum mit deinem eigenen Gegenstand beladen, Heckklappe oder Deckel schließen.
- Durch die Heckscheibe und über die Schulter nach hinten schauen.
- Grundfunktionen ohne Hilfe finden: Scheibenwischer, Licht, Handschuhfach, Warnblinker.
- Erklären lassen, wie das Auto aufgeschlossen wird — mit Handy, Karte und ohne Netz.
Phase 3 — auf der Strecke: gezielt statt beeindruckt
Die Beschleunigung wirst du ohnehin spüren. Achte auf das, was du später jeden Tag spürst:
- Federung: Kopfsteinpflaster, Schlaglöcher, Bodenwellen. Wie hart kommen sie an, vorn und hinten?
- Geräusche: Bei Landstraßen- und Autobahntempo das Radio aus. Abrollgeräusch, Wind an den Scheiben.
- Bremsen und Rollen: Wie stark verzögert das Auto beim Lupfen des Pedals? Kommst du mit einem Pedal zurecht, oder stört es dich?
- Rangieren: Wenden auf engem Raum, rückwärts einparken mit der Kamera.
- Assistenz: Lass dir zeigen, welche Funktionen im Vorführwagen aktiv sind — und welche davon zur Serie gehören und welche zu einem Paket. Was in Deutschland heute nutzbar ist, erklärt der Beitrag Autopilot-Pakete und FSD.
- Mitfahrer fragen: Wie fühlt es sich hinten an? Wird jemandem übel beim zügigen Anfahren?
Phase 4 — danach: Notizen, solange alles frisch ist
Schreib noch auf dem Parkplatz auf, was dir aufgefallen ist. Nach einer Stunde vermischt sich alles mit Testberichten und Videos. Ein einfaches Raster hilft:
- Was hat dich überrascht — positiv und negativ?
- Was hast du nicht testen können? (Dann gezielt nachholen.)
- Hätte die mitfahrende Person ein Veto?
- Welche Ausstattung des Vorführwagens willst du wirklich, welche nicht?
Was eine Probefahrt nicht zeigen kann
Eine Stunde im Vorführwagen beantwortet viel, aber nicht alles. Drei Dinge erfährst du erst im Alltag — plane sie deshalb anders ein:
- Laden zu Hause. Ob du eine Wallbox bekommst und wie lange das dauert, hängt an deinem Stellplatz, nicht am Auto. Kläre das parallel zur Modellwahl; der Beitrag Wallbox planen und anmelden zeigt die Reihenfolge.
- Winter. Kälte verändert Reichweite und Ladeverhalten jedes Elektroautos. Eine Probefahrt im Sommer sagt darüber nichts. Frag lieber gezielt nach, wie Vorheizen und Batterievorwärmung bedient werden.
- Langstrecke. Wie eine Reise mit Ladestopps abläuft, lässt sich auf einer kurzen Runde nicht nachspielen. Wenn die Strecke es zulässt, bitte um einen kurzen Halt an einem Supercharger, damit du den Ablauf einmal gesehen hast.
Und: Der Vorführwagen ist nicht dein Auto. Andere Räder fahren sich anders, ein anderer Antrieb beschleunigt anders. Notiere deshalb, welche Ausstattung du gefahren bist, bevor du deine Eindrücke auf eine andere Konfiguration überträgst.
Eine Probefahrt verpflichtet dich zu nichts. Lass dich nicht drängen, am selben Tag zu bestellen; der nächste Schritt ist der Konfigurator, und den kannst du in Ruhe zu Hause durchgehen.
Wann der Empfehlungsweg ins Spiel kommt
Bei der Probefahrt noch gar nicht. Wichtig wird er erst in dem Moment, in dem du bestellst: Der Link muss vorher geöffnet sein, nachtragen lässt er sich nicht. So steht es auf Station 1 der Käufer-Route.
Ein Fall verdient Aufmerksamkeit: Willst du direkt im Store mit einem Berater bestellen, beschreiben Teslas öffentliche Bedingungen nicht, wie ein Link dann mit der Bestellung verknüpft wird. Frag das vor der Unterschrift ausdrücklich — oder bestell selbst über den Link. Die übrigen Voraussetzungen (erster Tesla, einmal pro Konto, keine zertifizierten Gebrauchten) findest du in Klartext auf Bedingungen.
Häufige Fragen
Kann ich die Probefahrt mit einem anderen Familienmitglied am Steuer machen?
Das regelt der Standort. Rechne damit, dass jede Person, die fährt, ihren Führerschein zeigen muss. Sag beim Buchen, dass zwei Personen fahren wollen — dann plant der Store die Zeit dafür ein, und ihr könnt eure Eindrücke direkt vergleichen.
Lohnt eine zweite Probefahrt?
Ja, wenn du nach der ersten noch schwankst oder einen Punkt nicht testen konntest — etwa den Kindersitz, eine schlechte Straße oder das andere Modell. Nimm dann gezielt nur diese offenen Punkte mit, statt die ganze Runde zu wiederholen.