AktuellesFSD (Supervised): Zulassung in Europa
Staatssekretär Hirte: KBA testet FSD selbst – Deutschland entscheidet erst nach dem EU-Votum
Laut TeslAnt, das sich auf Teslamag beruft, sagte Verkehrs-Staatssekretär Christian Hirte am 21. Juli 2026 zweierlei: Das Kraftfahrt-Bundesamt bekommt einen Tesla, um FSD (Supervised) selbst zu erproben. Und Deutschland entscheidet nicht im Alleingang, sondern erst nach der Abstimmung im EU-Ausschuss. Eine Freigabe in Deutschland ist damit nicht absehbar.
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Was gesagt wurde
Zwei Aussagen schreibt TeslAnt dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium zu (TeslAnt, 22. Juli 2026):
- Eigene Tests. Das KBA erhalte noch im Juli einen Tesla, um FSD (Supervised) praktisch zu erproben. Laut TeslAnt die erste offizielle Bestätigung, dass die Behörde selbst testet.
- Kein Alleingang. Deutschland werde nicht eigenständig zulassen. Eine nationale Entscheidung folge erst, wenn der EU-Fachausschuss TCMV über eine EU-weite Genehmigung abgestimmt habe – damals erwartet nicht vor Oktober 2026.
Die Grundlinie bestätigt ein späterer Bericht. Laut heise online erklärte Hirte in einer Antwort auf abgeordnetenwatch.de, Ministerium und KBA werteten die niederländischen Unterlagen mit Blick auf die Verkehrssicherheit aus und stünden mit RDW und Tesla im Austausch (heise online, 6. Oktober 2026). Das KBA arbeite an einer deutschen Position und wolle ein Tesla-Fahrzeug selbst erproben.
Der Streitpunkt: Geschwindigkeit
Als konkreten Klärungspunkt nannte Hirte laut heise online, dass das System eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit veranlassen kann. TeslAnt geht noch weiter und erwartet, dass das KBA eigene Tests bei hohem Tempo verlangen wird: Auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit könnten sich Fahrzeuge mit 200 km/h und mehr von hinten nähern. Das ist eine Einschätzung von TeslAnt, keine Aussage des KBA.
Was offen bleibt
- Wann das KBA fertig ist. Einen Termin für den Abschluss der Tests nannte Hirte laut heise online nicht.
- Wann die EU abstimmt. Im Juli war von Oktober die Rede. Inzwischen gilt Dezember als frühester Termin – Details in der Meldung zur TCMV-Sitzung am 6. Oktober.
- Wie es nach dem EU-Votum weitergeht. Wie das deutsche Verfahren danach genau aussähe, haben Ministerium und KBA in den vorliegenden Berichten nicht erläutert.
Eine Vorsicht zur Quelle: TeslAnt kennzeichnet die Seite selbst als teils gestützt auf unbestätigte Berichte. Frühere Teile derselben Seite sprachen im Juli noch von einer nahen deutschen Freigabe – das hat sich nicht bewahrheitet.
Was du jetzt tun solltest
Kaufe oder abonniere FSD nicht in der Hoffnung auf einen baldigen Start in Deutschland. FSD (Supervised) ist hier nicht zugelassen, und das Ministerium hat selbst die Reihenfolge festgelegt: erst Brüssel, dann Berlin. Wenn du gerade bestellst, findest du die Abwägung der Pakete im Beitrag Autopilot-Pakete bei der Bestellung.
Im September kam mit Slowenien das nächste Land dazu – mit der Frage, was das für Deutschland, Österreich und die Schweiz heißt.