AktuellesFSD (Supervised): Zulassung in Europa
Bilger zu FSD (Supervised): EU-Lösung bevorzugt, notfalls ein deutscher Weg
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat sich am 6. Oktober 2026 für eine EU-weite Zulassung von Teslas FSD (Supervised) ausgesprochen. Gelinge keine Verständigung auf europäischer Ebene, müsse man darüber sprechen, „was man in Deutschland tun könne“ – so berichtet es heise online unter Berufung auf dpa. Zugelassen ist in Deutschland damit nichts.
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Was der Minister gesagt hat
Alles Folgende stammt aus dem Bericht von heise online, der sich auf die Wiedergabe der Deutschen Presse-Agentur stützt (heise online, 6. Oktober 2026):
- Bilger will sich dafür einsetzen, dass FSD (Supervised) „zeitnah in der gesamten EU“ genutzt werden kann. Eine Verständigung auf europäischer Ebene hält er für sinnvoll.
- Gelingt sie nicht, müsse man darüber sprechen, „was man in Deutschland tun könne“.
- Er räumte offene technische Fragen und ungeklärte Haftungsfragen ein. Im Vordergrund standen für ihn Innovation und mögliche Vorteile für die Verkehrssicherheit.
Gesprochen hat Bilger laut Terminkalender des Ministeriums am Dienstagmorgen, zur Eröffnung einer Fachkonferenz von Tagesspiegel Background in Berlin. Was er konkret mit einer EU-Zulassung meint, ging aus der dpa-Wiedergabe laut heise online nicht hervor.
Was es bedeutet
Einen nationalen Weg gibt es rechtlich
Deutschland könnte die niederländische Genehmigung nach Artikel 39 Absatz 5 für sein Gebiet übernehmen, wie es sieben andere Staaten getan haben. Sie gälte dann nur in Deutschland (so funktioniert die Übernahme).
Er hätte einen Haken
Lehnt die Kommission im EU-Verfahren später ab, wird die Genehmigung laut Verordnung sechs Monate danach aufgehoben. Wie sich das auf Funktionen auswirken würde, die per Software freigeschaltet werden, ist laut heise online offen.
Es ist eine Absicht, keine Entscheidung
„Notfalls prüfen“ heißt: Ein deutscher Weg ist eine Option für den Fall, dass Brüssel scheitert. Beschlossen ist nichts. FSD (Supervised) ist in Deutschland nicht zugelassen.
Was das KBA gerade macht
Ministerium und Kraftfahrt-Bundesamt werten laut heise online die niederländischen Unterlagen aus und stehen mit RDW und Tesla im Austausch; das KBA arbeite an einer deutschen Position und wolle selbst ein Tesla-Fahrzeug erproben. Einen Abschlusstermin gibt es nicht. Als Klärungspunkt nannte Staatssekretär Hirte, dass das System eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit veranlassen kann – angekündigt hatte er die eigenen Tests schon im Juli (Meldung vom 21. Juli).
Der Zeitplan ab heute
Für die TCMV-Sitzung am selben Tag sah der Tagesordnungsentwurf laut heise online nur eine Fortsetzung der Diskussion vor. Eine Entscheidung wird deshalb voraussichtlich erst im Dezember erwartet. Deutschland gehört weiterhin zu den großen Staaten ohne Übernahme – die Übersicht zeigt, wer schon dabei ist.
Was du jetzt tun kannst
Abwarten. Wer gerade bestellt, sollte die Fahrassistenz so wählen, als käme FSD (Supervised) in Deutschland vorerst nicht – Hilfe dazu im Beitrag Autopilot-Pakete bei der Bestellung. Sobald es eine Entscheidung gibt, ergänzen wir diese Reihe mit Datum und Quelle.