AktuellesFSD (Supervised): Zulassung in Europa
TCMV am 5. Mai: Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen haben Bedenken gegen FSD
Am 5. Mai 2026 hat der EU-Fachausschuss TCMV in Brüssel erstmals über die niederländische FSD-Genehmigung beraten. Abgestimmt wurde nicht. Stattdessen äußerten Behörden aus vier nordischen Ländern Bedenken – ein Hauptgrund, warum eine EU-weite Freigabe seither auf sich warten lässt.
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Beraten, nicht entschieden
Am Dienstag, dem 5. Mai, traf sich der Technische Ausschuss Kraftfahrzeuge (TCMV) der EU-Kommission in Brüssel (electrive.net, 6. Mai 2026). Laut Reuters, auf die sich electrive beruft, war eine Abstimmung für dieses Treffen nicht vorgesehen. Die nationalen Behörden sollten zunächst die Unterlagen der RDW prüfen. Worum es formal geht, steht in der Meldung zur niederländischen Genehmigung.
Die vier Einwände
Behörden in Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen hatten sich laut electrive schon vor der Sitzung skeptisch gezeigt. Ihre Punkte lassen sich in vier Gruppen ordnen.
1. Der Name
„Full Self-Driving“, also etwa „vollständiges Selbstfahren“, wird als irreführend empfunden – laut electrive selbst mit dem Zusatz „Supervised“. Norwegen will den Begriff „Self-Driving“ im Zusammenhang mit dem System laut newmobility.news sogar ganz verbieten.
2. Das Tempo
Das System neige dazu, zu schnell zu fahren. Schwedens Verkehrsbehörde zeigte sich laut newmobility.news „ziemlich überrascht“, dass Tesla ein Überschreiten des Tempolimits zulasse, und fand, das dürfe nicht erlaubt sein.
3. Der Winter
Vereiste und verschneite Straßen sind der Punkt, den vor allem die nordischen Länder anführen. Finnische Beamte stellten laut newmobility.news infrage, ob man freihändiges Fahren auf vereisten Landstraßen mit Tempo 80 einführen sollte.
4. Die Aufmerksamkeit des Fahrers
Je besser ein Assistent fährt, desto leichter lässt die Wachsamkeit des Menschen nach. Diesen Widerspruch betont der Europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC.
Was der ETSC verlangt
Der ETSC, ein Zusammenschluss von Verkehrssicherheitsorganisationen, hat sich laut electrive in einem offenen Brief an die EU-Kommission gewandt. Er fordert, das Verfahren auszusetzen, bis kritische Fragen beantwortet sind und öffentlich über die gesellschaftliche Akzeptanz diskutiert wurde. Außerdem kritisiert er, dass ein nicht gewählter Ausschuss hinter verschlossenen Türen entscheide.
Was das für Deutschland bedeutet
Für dich gibt es nichts zu tun. Die Sitzung erklärt aber, warum die EU-weite Freigabe langsam vorankommt: Für eine Mehrheit im Ausschuss braucht es auch die Länder, die hier Einwände erhoben haben.
Unverändert bleibt, dass einzelne Staaten die niederländische Genehmigung trotzdem für sich übernehmen dürfen. Ausgerechnet Dänemark tat das wenige Wochen später – die Meldung vom 9. Juni zeichnet den Wechsel nach. Deutschland hat die Genehmigung nicht übernommen; FSD (Supervised) ist hier nicht zugelassen.